Tipps & Tricks
Hier findet ihr Expertenwissen zum -Segeln
(und diese "Experten" geben ihre persönliche Meinung wieder)
mailt mir euere Sachkenntnisse, damit's mehr wird ...

Windstärke

Aufbauen Losfahren
Am Wind Halbwind

Raumschots

Vorm Wind Kentern Aufrichten
Wenden Halsen Anlanden
Bootsbau

Material

Anstrich
Ruder Schwert Foils
Trampolins Mast Baum
Segel

Transport

Entsorgung

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Windstärke
  • Leichtwind
    Viele Steuerleute glauben, daß Leichtwindsegeln langweilig ist und keine Herausforderungen bietet. Ich bin sicher, daß die meisten, die bei Leichtwind keine Lust haben, von ihren größeren Kumpels gesagt bekamen, daß das Leichtwindsegeln "kein richtiges Segeln" und das es "Wartezeit ist, bis Wind kommt". Zugegeben: es ist eine bessere körperliche Verfassung nötig, bei 5 Windstärken eine Motte um den Kurs zu prügeln; aber sie ist auch bei Leichtwind zwingend erforderlich. Konzentration ist vermutlich sogar wichtiger. Eine Analogie, die ich gerne zur Erklärung der Instabilität einer modernen Motte zu benutzen pflege, ist das Fahrrad− oder das Schlittschuhfahren. Sobald Du etwas Fahrt hast, ist die Balance einfacher, beim Bremsen besteht aber immer die Gefahr einzutauchen. Bei Leichtwind wichtig sind ein glatter Rumpf, Schwert und Ruder sowie leicht justierbare Strecker. Aber im Allgemeinen ist Lockerheit der Schlüssel zum Leichtwinderfolg. Die Riggspannung sollte gering sein und Mastbiegung und −drehung nicht behindern. Achte darauf, daß der Mast nur wenig Fall nach achtern hat. Die Latten sollten so flexibel wie möglich sein. Alle Strecker sollten mit relativ wenig Spannung auf allen Kursen gefahren werden, besonders bei Taschensegeln, weil sie dazu neigen, formstabiler zu sein, als Liektausegel und länger dazu brauchen, am Liek nachzugeben. Weiter mit -> Am Wind Rohan V / 2003
  • Mittelwind
    Mittelwind liefert die beste Gelegenheit, um eine Motte zu schnell wie möglich um den Kurs zu bringen. Auf einem Halbwindkurs bei 5 − 6 Bft. wirst Du vermutlich noch fixer sein, aber um die Tonnen wirst Du bei gemäßigten Bedingungen schneller sein. Der Hauptunterschied ist die in schwerem Wetter zu große Energie im Rigg, die Du durch Abflachen während bei gemäßigten Bedingungen, entsprechend Deinem Körpergewicht, Du die maximale Kraft des Riggs ausreiten kannst . Abhängig auch von der körperlichen Verfassung wirst Du feststellen, daß Du eher in der Lage bist, das Boot in 10−15 Knoten als in 15−20 Knoten hart zu segeln. Weiter mit -> Am Wind Rohan V / 2003
  • Starkwind
    Die Vorbereitung des Bootes ist lebenswichtig, um überhaupt das Segeln zu ermöglichen, geschweige denn gut zu segeln. Es ist wesentlich, alles im Boot so einfach und unkompliziert wie möglich zu halten. Beim Rigg bevorzuge ich die steifen kreuzförmigen Latten, weil diese erlauben, das Segel flachzuziehen; weil sie steifer sind, weht das Segel nicht so aus. Sie halten außerdem das Liek geschlossener, was für die Kontrolle wichtig ist. Ich bevorzuge eine Menge Riggspannung, besonders bei rauher See, da sie Riggbewegungen minimiert. Es ist wichtig, daß alles steif und stark ist. Das Segel sollte mit minimalem Bauch besonders im Kopfbereich (oder 1/4 des Segels von oben) gesetzt werden. Vorliekstrecker, Niederholer und Unterliekstrecker sollten so dicht genommen werden, daß auch im Fußbereich minimaler Bauch ist. Auch kann es vorm Spannen des Riggs ratsam sein, die Wanten ein Loch tiefer zu setzen, da mehr Mastfall bei Schwerwetter vorzuziehen ist. Gleichwohl erhöht mehr Mastfall die Probleme bei der Wende vor allem für ungeübte Segler, aber dieses kann ausgeglichen werden, indem man beim Kreuzen weniger Niederholerzug verwendet. Das Boot sollte sich vollständig ausgeglichen anfühlen, also ohne Lee- oder Luvgierigkeit. Einige Segler bevorzugen etwas Luvgierigkeit aber meiner Meinung nach führt dies nur zu mehr Widerstand und muß deshalb falsch sein. Das Schwert sollte ungefähr fünfzehn bis zwanzig Zentimeter angehoben werden und dort während des Rennens bleiben. Überprüfung alles im Umkreis, um sicherzugehen, daß es keine Probleme geben wird. Wenn es wirklich weht, versuche nicht, irgendwelche Strecker zu justieren: Du wirst sowieso überpowered sein, Du wirst keine Zeit dazu haben und vorwinds sind sie ausser Reichweite. Jetzt mußt Du das Boot segeln, egal wie es eingestellt ist. Weiter mit -> Am Wind Rohan V / 2003
Aufbauen
  • Ein Motte aufzuriggen kann fast so schwierig sein, wie sie zu segeln, besonders bei viel Wind mit Taschensegel. Beim Transport ist es sinnvoll, so viele Teile des Riggs wie möglich am Boot zu belassen, um das Riggen nicht in Arbeit ausarten zu lassen. Idealerweise sollte der Baum mit der Schot, Niederholer und Unterliekstrecker am Boot bleiben. Die meisten lassen auch die Cunningham am Rumpf mit einer Mimik zum schnellen Befestigen. Mit all diesen Dingen sollte ein erfahrener Mothie in der Lage sein, ein Mastschienenrigg in ungefähr 10−15 Minuten und ein Taschenrigg in ungefähr 20 Minuten aufgestellt haben. Rohan V / 2003
Losfahren
  • Das Einsteigen bei einer Axt von hinten geht, aber man muß schnell sein und über den quergespannten Rahmendraht rüber. Ich denke (denke, weil ich es im Moment nicht mehr so genau weiß), daß ich mit hochgezogenem Ruder bei flachem Wasser ein Bein über den Draht rüberstelle und mich dann mit einem Schwung nach vorne über den Draht hieve und dann ganz klein mache und hoffe, daß die Axt weder zur Seite noch nach hinten kentert. Danach kann man gemütlich das Schwert und ganz fix (wegen Kenterung über das Heck) das Ruder runtertun, wenn man mit dem Schwung in tieferes Wasser getrieben ist. Andreas G / 26.3.03

  • Wasserstart: siehe unter "Aufrichten", Punkt IV

  • Wenn Dein Boot fertig geriggt ist, überprüfe, ob alles am korrekter Platz ist und daß Du nichts vergessen hast. ÜBERPRÜFE, OB DEINE LENZSTPOPFEN EINGEDREHT SIND! Dieser Ratschlag wird zweifellos jedem erfahrene Schlauchboot-Seemann vertraut sein. Überprüfe, ob Du die den Verhältnissen angepaßte Spannung auf den Streckern hast. Weniger erfahrene Seeleute haben alle Hände voll zu tun, um das Boot zu halten, also tue alles Notwendige, bevor Du in das Boot krabbelst. Das folgende Verfahren für das Einwassern ist strandspezifisch, aber die selbe Prozedur trifft auf alle möglichen anderen Einwasser−Probleme zu. Für unerfahrene Steuerleute ist es ratsam, an solchen Stellen zu slippen, an denen sie sicher sind, nicht überfordert zu sein. Schiebe das Boot ins Wasser bis ungefähr mittlere Schenkeltiefe. Noch tiefer und Du hast Mühe, in das Boot zu langen, um das Schwert zu greifen, ohne das das Boot auf Dich kippt . Stecke das Schwert ungefähr soweit, daß es mit dem Baum nicht unklar kommt oder aufsetzt. Drücke jetzt das Ruderblatt nach unten und achte darauf, daß Boot im Wind zu halten. Beim Festruder ist es am besten, das Boot zu kentern, daß Ruder anzubringen und zu prüfen, ob das Wasser tief genug zum Starten ist. Versuchen nicht einzusteigen, wie nach einer Kenterung, also: über den Rahmen springen, weil Du Dich alsbald im Wind liegend wiederfindest. Der schlechteste Fall ist, in Richtung Ufer zu segeln! Jetzt greife die Großschot und prüfe, ob die Segellatten auf der korrekten Seite des Segels sind. Das ist kein Problem bei starkem Wind aber bei schwachem Wind muß das Boot durch Wind querab mit voller Energie in den Segeln in Position gebracht werden. Halte das Boot mit Großschot und Ausleger in jeder Hand. Sobald sich das Segel füllt, will das Boot zur Leeseite krängen und sich entfernen. Dieses ist der Zeitpunkt, um schnell auf das Boot zu springen und das Gewicht in die Mitte des Bootes oder sogar auf die Leeseite zu bringen, wenn sie wirklich schwachwindig ist. Das Boot wird nach Luv krängen, daher mußt Du mit Deinem Körpergewicht schnell ausgleichen. Der Luvflügel wird vermutlich im Wasser liegen, bis Du es geschaftt hast, die Balance mit vorsichtigem Einschoten wieder herzustellen. Sobald Kraft ins Segel kommt, lehne Dich nach Luv, um der Tendenz entgegenzuwirken, die das Boot zur Leeseite kippen läßt. Dies hat ein wenig von einem Balanceakt und der Lernprozeß , dies ohne zu kentern zu tun, kann einige Zeit dauern. Aber nur Mut, das hat man schnell drauf. Auf herkömmlichen Dinghies verlangsamt die Stabilität des Rumpfs die Reaktionszeiten des Bootes; da ohne diesen Luxus gesegnet müssen angehende Mothsegler schnelleres Reagieren lernen. Sobald das Boot unterwegs ist, kannst Du nicht entspannen, aber hoffentlich zumindest von allen möglichen Hindernissen wie festgemachten Booten oder Anlegestellen vorbeimanövrieren. Rohan V / 2003

  • Diskussion aus dem Forum im Mai 2005 :

  • Tipps von Einem, der auch viel gelitten hat:
    -Rudergeben ist nach dem Aufrichten und Einsteigen eher unwichtig, ungefähr unterm Segeldruckpunkt hocken eher wichtig.
    -Schot packen (egal ob am Ende oder an allen Parten, die vom Baum kommen (was je nach Boot anders sein kann, kommt drauf an, wieviel man ziehen muss bis Druck kommt und wie die Schotführung ist)) ist umso wichtiger und es muss schnell und kräftig zur Sache gehen! Tipp: Schotende vor dem Aufrichten/Einsteigen auf dem Schwert stehend grabbeln.
    -Und als Wichtigstes: Luvkrängung zum Abfallen!
    -Schwierigkeit dabei: nicht gleich wieder nach Luv kentern!
    Blockman / 2005

  • Genau !!!
    Lufkrängung is dat wichtigste!! Habe ich auch lange falsch gemacht. Das andere ist Feintrimm, und erst bei richtig Wind wichtig.
    Uwe P / 2005

  • Luv Kraengung ist das Zauberwort. Mir hat ein schlauer Mottie mal gesagt, als ich selber blutiger Anfaenger war:
    "Wenn Du merkst das Du oefter nach Luv als nach Lee kenterst, bist Du auf dem richtigen Weg ..."
    klingt Sarkastisch, stimmt aber...
    Bei den Einstellungen bzgl. Mastfall, Cunningham etc. gibt es mehr Tolleranz als man zunaechst glaubt, zumindest was das reine lossegeln und Manoeverieren angeht. Ach ja, Gewicht beim abfallen nach vorne bringen hilft auch, zumal sich dann besser die Luvkraengung erzielen laesst, womit wir wieder am Anfang waeren.
    Nils W / 2005

Am Wind
  • Leichtwind
    Das Schwert sollte für maximale Kraftentwicklung völlig gefiert sein. Körperbewegungen sollten auf ein Minimum beschränkt werden; nur Ausgleichsbewegung gegen Krängung sind angeraten. Das Boot sollte 5 Grad nach Lee gekrängt werden. Das gibt Raum für Reaktionen bei Winddrehern oder Böenlöchern oder falls Du zu plötzliche Bewegungen gemacht hast. Die Krängung verringert auch die benetzte Fläche und erlaubt dem Steuermann/frau die Möglichkeit, das Rigggewicht auszugleichen. Das Segel sollte eine Wölbungtiefe von etwa 12% haben und dann dementsprechend nachjustiert werden, damit mit minimalem Niederholereinsatz alle Windbändsel gleichzeitig agieren. Um das zu erreichen, müßtest Du ziemlich hoch segeln. Bei Welle oder Schwell zahlt sich aber aus, ein wenig tiefer und mit weniger Niederholer zu segeln. Mit Liektausegel lohnt sich das Kneifen eher; Taschensegel müssen tiefer gesegelt werden, weil die Strömung früher abreißt. Denke dran, den Kopf aus dem Boot zu halten und nicht nur himmelwärts ins Segel zu schauen. Obgleich schon große Konzentration nötig ist, nur das Boot zu segeln, mußt Du aufmerksam sein, und Winddreher nutzen. Lasse Dich nicht durch einen plötzlichen Dreher im Wind erwischen! Bei böigen Bedingungen suche immer den Bereich mit größerer Windgeschwindigkeit; selbst wenn es taktisch nicht die beste Wahl sein sollte, wirst Du Deinen Abstand zu den Rivalen vergrößern, wenn Du Fahrt im Schiff behältst, und sie nicht, sie aber in die richtige Richtung stehen. Es versteht sich von selbst, daß Du versuchen solltest, die Seite des Kurses zu wählen, von der eine Windzunahme (z.B. Seebrise) zu erwarten ist. Weiter mit ->  Raumschots Rohan V / 2003
  • Mittelwind
    Du sollten in der Lage sein, am Wind bei mittleren Windstärken Deinem Körpergewicht gemäß auszureiten. Wenn die Bedingungen leichter sind wirst Du bemerken, daß Du nur auf dem Rahmenrohr thronst. Versuche, etwas weniger hoch zu segeln und fahnde nach maximaler Energie im Rigg. Weiter mit -> Wenden Rohan V / 2003
  • Starkwind
    Halte das Boot ständig aufrecht; die Fußgurte müssen so eingestellt sein, daß Ausreiten bequem ist, indem Du Deinen Oberkörper leicht ein- und auswärts bewegen kannst, um dem Boot über die Wellen zu helfen. Die Segelkraft muß auf die Hebelkraft abgestimmt sein, mit der Du ausreitest. Das obere Achterliek muß richtig aufmachen, um die überschüssige Energie in den Böen automatisch rauszulassen. Schotwinkel und Niederholerspannung hängen von den Wellenverhältnissen ab, aber das Segel sollte weit weniger dicht genommen werden, als bei weniger Wind. Kneife nicht: je härter es weht, umso offener mußt Du schoten und umso tiefer mußt Du segeln. Bei wenig Welle fahre so viel Niederholerspannung, daß das Segel gerade noch nicht verzogen ist. Bei rauherer See mußt Du die Niederholerspannung etwas reduzieren, um den Twist im Segel zu vergrößern; das verhilft dem Boot zu mehr Beschleunigung über die Wellen und reduziert die Schotarbeit, die notwendig ist, um das Boot zu kontrollieren. Konzentriere Dich mit Schotarbeit und Körperbewegungen darauf, daß das Boot fährt, indem Du dem Rumpf erlaubst, dem Wasser so natürlich wie möglich zu folgen. Es ist wesentlich, die Wellenformationen sehr sorgfältig zu beobachten, um den schnellsten Weg zu wählen und sicherzugehen, daß der Oberkörper nicht in die Wellen schlägt, da dieses sehr ermüdet und eine Menge Boden nach Luv kostet. Weiter mit -> Halbwind oder Wenden Rohan V / 2003
Halbwind
  • Leichtwind: -> siehe Raumschots
  • Mittelwind: -> siehe Raumschots
  • Starkwind:
    Der beste Sitzplatz ist im Allgemeinen auf halber Länge des Rahmens, um die Nase des Bootes gerade noch im Wasser zu halten. Spiele ständig mit der Schot und versuche, das Boot leicht in Luvkrängung zu halten. Weiter mit ->  Raumschots Rohan V / 2003
Raumschots

  • Leichtwind
    Noch vor der Luvtonne solltest Du die Strecker für den kommenden Raumschenkel justieren. Du kannst viele Plätze gewinnen, wenn Deine Mitkonkurrenten in ihren Booten herumfiedeln, während sie die Luvtonne runden und nicht nach keinen Böenstrichen suchen. Erinnere Dich daran, daß die Motte wegen ihres geringen Gewichts extrem gut beschleunigt, sodaß der geringste Hauch durchaus entscheidend sein kann. Lasse, anders als in anderen Jollenklassen das Schwert gefiert. Entlaste alle Strecker. Versuche Körperbewegungen und Segeltrimm auf ein Minimum zu reduzieren. Du wirst auch Dein Gewicht nach vorne verlagern wollen, aber tue dies mit Vorsicht, da es nicht nett ist, wenn das Boot luvwärts krängt und Du im Cockpit vor dem Niederholer gefangen bist. Falls dieses geschieht, lasse alles fallen und springe megaschnell Richtung Leeflügel, um das Boot wieder in die Waagerechte zu bringen; dann schnappe Dir Pinne und Schot, wenn Du wieder sitzt. Weiter mit -> Vormwind Rohan V /
  • Mittelwind -> siehe Starkwind
  • Starkwind
    Setze Dich weiter hinten auf den Rahmen, wenn die Nase bei Böen die Tendenz zeigt, abzutauchen. Schote ein und aus in den Böen, damit das Boot immer aufrecht segelt. Eventuell wirst Du hin und her rutschen müssen, um nosediving zu verhindern; falle auf der Rückseite der Welle ab; luve an, bevor die Nase des Bootes das Wellental erreicht. Weiter mit -> Vorm Wind oder Halsen Rohan V / 2003
Vorm Wind
  • Gibts da eine Lösung ??? Andreas G / 24.3.03
  • Leichtwind
    Der Vorwindkurs ist ohne Zweifel der schwierigste und langweiligste Kurs beim Segeln in eine Motte. Du solltest ziemlich weit vorne sitzen, um die benetzte Fläche zu verringern, aber nicht so weit vorne, daß Du Dich hinter dem Schott ducken mußt. Das Boot muß aufrecht gehalten werden, was schwierig ist, wenn Du genau vor dem Wind segelst, da Du kein Gewicht zum Ausgleichen einsetzen kannst. Der Niederholer sollte so locker sein, daß die oberen Latten zum Baum ungefähr parallel stehen. Auch der Unterliekstrecker und der Vorliekstrecker sollten so wenig Spannung wie möglich haben, um dem Segel maximale Tiefe zu geben. Genau vor dem Wind ist es bei leichtem Wind einfacher in einem Boot mit einem Liektausegel, da Du dann weichere Latten benutzen kannst als im Taschensegel. Eins der zum Taschensegel gehörenden Merkmale ist der Gebrauch von ziemlich steifen Latten bei allen Bedingungen. Deshalb neigt der Baum dazu, in Richtung Mittellinie des Bootes zu schwingen, wenn die Bedingungen sehr leicht sind. Die einzige Lösung dazu ist weniger Niederholerzug oder ein Stück Gummiband zu Vorstag, um den Baum wieder nach außen zu zwingen.
  • Mittelwind -> siehe Starkwind
  • Starkwind
    Sitze nahe am Querdraht in der Nähe der Scheuerleiste, und fixiere Deine Füße irgendwo, damit Du auf Böen, Böenlöcher und auf Wellen reagieren kannst. Wenn es ernsthaft windig ist und Du Mühe hast, die Kontrolle zu bewahren, kann es hilfreich sein, die Schot zu dicht zu nehmen, um die Antriebskraft zu verringern, die Dich koppheister gehen lassen will. Weiter mit -> Aufrichten Rohan V /
Kentern 
  • Wenn nach dem Kentern das Rigg auf der falschen Seite (luv) liegt, und man keinen Bock hat, beim Aufrichten gleich zur anderen Seite wieder abzusteigen, kann man (zuminderst mit meiner MK2) das Segel nur ein Stück aus dem Wasser lassen, und gemütlich auf dem Schwert stehen bleiben, bis der Wind das Boot in die richtige Richtung dreht.
    Nachteil: Bei einer Regatta sind die anderen dann schon weg. Uwe P / 5.5.03
  • Prolog: Das Kentern passiert ja einfach, hat nichts mit der Bootsform, der Segelgrösse, dem Trimm und schon gar nichts mit der Windstärke oder Windrichtung zu tun... mit dem Segler ja sowieso nichts...
    Halt, einen Grund gibt es doch: 
    Das Kentern passiert meist:, weil man träumt von ..., aber nur Männern, mir also nicht, ich renn ja auch nicht gegen Laternenpfähle, oder sowas... also, ihr Kerls, träumt nicht immer so rum, dann kentert ihr auch nicht...
    Manche Mothies sind ständig in diesem Zustand, sie fahren gegen die Tonnen, kippen immerzu um in alle Richtungen und segeln fast ständig unter ihren Möglichkeiten. Ich habe sogar schon gesehen, dass einer auf die Seite eines Sees gekreuzt ist, wo wirklich keine Rundungstonnen lagen und nicht mal ein FKK-Strand war, nur weil... ja, das möchte ich auch mal wissen... Nun aber zu den Arten zu kentern, da wolln wir mal Struktur reinbringen, wenn wir schon keinen weiblichen Grund fürs Kentern finden können. Naja, eine Motte ist ja sowieso kein richtiges Boot, sondern eher ein Phallussymbol... ihr wisst schon, was ich meine, deswegen kann man ja auch nicht mehr aufhören, wenn man mal angefangen hat... guckt euch mal so eine Motte an, na, sag ich doch...
    Es gibt folgende Arten zu Kentern und davon jede Menge und noch alle Arten von Mischformen:
    I. Klassisch
    I.1. Kentern nach Lee: vor der Halse oder nach der Halse oder einfach so
    I.2. Kentern nach Luv: bei der Halse oder einfach so
    II. Nicht Klassisch
    II.1. Kentern nach Vorn: auf Raumschotskurs ohne T-Foil oder einfach so oder hinten hebt einer an
    II.2. Kentern nach Hinten: auf Raumschots mit T-Foil, das zu gross ist oder einfach so oder vorn hebt einer an
    III. Ausserirdisch
    III.1. Kentern nach Oben: von unten kommt ein Fisch, eine Fontäne oder... Ufos holen eine Motte...
    III.2. Kentern nach Unten: Wind kommt von oben oder Sand oder Steine oder Wasser oder Eis oder Schnee oder ... Meteoritenhagel oder Ufos bringen eine Motte... 
    IV. Durchkentern
    ... ohne Kommentar, denn ehrlich gesagt, ich will mich nicht mit den Langzeitmothies anlegen, die sagen ja, das gibt es nicht... (aber eins sag ich euch, liebe Leser, die wolln das nur nicht wahrhaben, ich habe neulich gerade einen solchen Mothie durchkentern sehen, aber der weiss davon natürlich nichts, pssstttt!!! Gisela B / 21.5.03
Aufrichten 
  • I. Klassisch
    Dauer ca. 30 sek. bis 15 min. für 1 Versuch.
    Prolog: Eins ist klar, ich kann natürlich nichts dafür, dass mein Moth seine Lage zum Wasser und zu mir so verändert, dass man das "Kentern" nennt (siehe auch Tipps und Tricks unter Kentern)
    Das Boot liegt also mit dem Mast nach Lee, Schwert nach Luv im Wasser, der "ehemalige" Luvflügel reckt sich in die Luft, der Leewing wollte tauchen.
    Ich hatte Schwein und stehe seitlich auf dem Möttchen, weil ich gerade noch über den Luvwing klettern konnte, als es einfach passierte...
    1. Schritt: Nun stelle ich mich auf mein sehr stabiles Schwert (siehe Tipps und Tricks unter Schwert). Bei Wind ganz aussen, wegen der besseren Hebelwirkung, und bei Leichtwetter (bis 3 Bft.) ganz innen oder auf der Mitte, greife meine "untere" Kenterleine, die ganz dicht am Boot unter dem Wing gespannt ist und häng mich ran (mit meinen immerhin ca. 50 kg Lebendgewicht!).
    2. Schritt: Während das Möttchen nun seinen Luvwing droht, über mich zu werfen und ich doch "nass" werden soll, klettere ich "blitzschnell" wieder auf den seitlichen Mottenrumpf und greife jetzt die "obere" Kenterleine und dann sofort den Aussenholm des Luvwings.
    3. Schritt: Dann klettere ich mit dem vorderen Bein (in Richtung Bug des Bootes gesehen) auf die "obere" Kenterleine, die von hinten unten bis vorn oben unter dem Wing gespannt ist und mir nun als "Stufe" zum Rüberklettern auf die obere Seite des Luvwings dient (ich bin sehr klein und mit einem Frauenkörper ausgestattet...)
    4.Schritt: Mit dem hinteren Bein zuerst klettere ich nun über den Wing und greife, während die Motte sich weiter aufrichtet, meine Grossschot an meinem über die Motte quer gespannten Gummistropp, an dem genau auf der Mitte der Motte (mittschiffs, so ungefähr in Höhe des hinteren Endes des Schwertkastens) sich der Knoten bzw. "das Ende" der Grossschot befindet.
    Den Stropp ziehe ich zu mir, greife die Schot und nehme sie schnellstens dicht, um Fahrt aufzunehmen, da das Boot nun langsam anluvt.
    5. Schritt: Dann greife ich auch die Pinne (natürlich den Ausleger), der meist leider ganz hinten in Lee irgendwie im Gelände rumwippt und keine Anstalten macht, sich von selbst nach Luv zu bewegen... Dazu muss ich schnell mal ganz nach hinten und nach Lee auf dem Möttchen. Also: Dalli, Dalli!!!
    6. Schritt: Da ich sehr leicht bin, kann ich mich meist einfach auf den Luvwing setzen oder hocken, um dann wieder, je nach anstehendem Kurs (siehe auch Tipps und Tricks unter Kreuz, Halbwind, Raumschots), wo man da halt hingehört... Fahrt aufzunehmen. Bei Wind reite ich erstmal ordentlich aus und kränge das Boot etwas nach Luv, um Schwung zu holen und eine günstige Lage zum Wasser zu haben (eben kraftsparend zu segeln!!!). Gisela B / 21.5.03
  • II. Nicht Klassisch
    Dauer ca. 1 min. bis 1 Std. für einen Versuch (manchmal bis zur phys. und psych. Erschöpfung unter Erfindung von völlig neuen Flüchen...).
    Prolog: Es ist Wind, richtig Wind, also ab 4 Bft. aufwärts. Nun passieren auf der Motte Sachen, die glaubt man einfach nicht (siehe Tipps und Tricks unter Kentern).
    Das Boot liegt mit Mast nach Luv, Schwert nach Lee im Wasser, der ehemalige Luvflügel badet und der Leeflügel reckt sich in die Luft. Ich hatte kein Glück und schwimme irgendwo im Wasser rum. Wie ich dahin gekommen bin, weiss ich nicht.
    1. Schritt: Jetzt gehts los. Es ist ja zuviel Wind für mich, um das Boot "klassisch" aufzurichten. Dazu liegts noch "falschrum" zum Wind. Also steige ich dann mal erst aufs Schwert und verschnaufe und warte auf die "siebte" Welle und ein "Loch" zwischen den tobenden Böen. Nun kommt meine Chance:
    2. Schritt: Ich klettere auf die Seite der Motte und greife die obere Kenterleine und hole ganz kurz Schwung und das Möttchen hebt sich mit dem Segel (durch den untergreifenden Wind) sehr sehr sehr schnell aus dem Wasser.
    3. Schritt: Blitzschnell greife ich den Aussenholm des jetzt über mich kommen wollenden ehemaligen Leewings, klettere auf die obere Kenterleine und sofort mit dem vorderen Bein zuerst über den Wing, der in spätestens 2 sek. mich wieder ins Wasser befördert, wenn ich nicht schnell genug bin. (Achtung: Vorsicht vor dem Grossbaum, gut ducken und unten durch!!!)
    4. Schritt: Dann werfe ich mich auf den gegenüber liegenden Luvwing, greife in die Parten der Schot und nehme das Segel biltzartig dicht (nicht zu dicht), da verdammt viel Wind ist, kommen die Latten auch gleich in die richtige Stellung, aber man kann das mit "ruckartigem" Dichtnehmen noch unterstützen.
    5. Schritt: Reicht es nicht, den Körper nach "Luv" zu werfen, klettere ich sogar manchmal gleich wieder andere Seite über den Luvwing, falls das Boot lieber wieder kentern will, statt loszufahren. Dann stell ich mich kurz mit einem Bein auf die Seite des Bootsrumpfes und "richte" sozusagen nochmal "klassisch" auf, ohne dass die Motte nochmal ganz gekentert ist.
    6. Schritt: Sollte es mir ohne Pkt. 5 geglückt sein, Fahrt ins Möttchen gebracht zu haben, greife ich jetzt die Pinne, die diesmal ja meist ganz dicht dran ist, nämlich in Luv und ab gehts bis 2 min. später... es ist ja Wind und Badewetter für kleine Mothies.
    Ach ja, und nicht vergessen, die Grossschot noch umzugreifen und leichte Luvkrängung zum Schwung holen usw..
    Übrigens: Nach Luv wird wirklich nur zum Schwung holen gekrängt. Jedes Boot sollte gerade gesegelt werden, auch eine Motte, alles andere ist "Psycho" und totaler Blödsinn. Nur um den Druck, der durch kurzzeitiges zu starkes Dichtnehmen des Segels entsteht, wieder aufzulösen, muss man dann das Fieren und das Luvkrägen als Unterstützung anwenden, das darf aber weder als besondere Segeltechnik angewandt werden noch als normale Stellung der Motte zum Wasser ausgelegt werden. Es sieht von aussen beim Beobachten nur so aus, weil man natürlich ständig den Druck wieder kompensiert, sonst würde auch der schwerste Mothie ständig kentern oder mit wahnsinniger Querkraft (Abdrift) sozusagen auf der Stelle segeln... also so wie Zwölfström schon immer sagte: Bei Wind treibt jede Wanne, auch eine Motte... immer schön aufrecht bleiben!!! Gisela B / 21.5.03
  • III. Aufrichten nach "Durchkenterung"
    Prolog: Glaubt man den Mothies, die bereits eine leidenschaftslose Langzeitbeziehung zu ihrer Motte aufgebaut haben, passiert sowas eigentlich nie... (siehe unter Tipps und Tricks bei Kentern)
    Jetzt, wo ich entgegen aller Regeln, doch durchgekentert bin, kann ich wählen: 
    1. Alternative: Ich kann auf dem Boden der Motte eine Runde schlafen, denn schlimmer kanns nicht mehr kommen...
    2. Alternative: Klassisch aufrichten
    3. Alternative: Nicht klassisch aufrichten Gisela B / 21.5.03
  • IV. Wasserstart
    Dauer 1 min. (bis 2 Std. für 20 bis 30 Versuche).
    Eigentlich ist unter I. (Klassisch) alles genau beschrieben. Nur, ich war wiedermal zu langsam und bin nicht rechtzeitig über den Luvwing geklettert. Oder, es ist so viel Wind, dass es für mich günstiger ist (ich wiege ja immernoch 50 kg), einen Wasserstart zu probieren...
    1. Schritt: Ich bleibe also beim Aufrichten mit den Händen am Aussenholm hängen (2.Schritt bei "Klassisch") und werde erstmal nass und lasse das Boot sich völlig aufrichten.
    2. Schritt: Jetzt greife ich, im Wasser schwimmend, sehr schnell meinen am Aussenholm angebrachten Gummistropp, an dem ja die Grossschot hängt und nehme die Schot, ziehe das Segel dicht, so dass die Motte Fahrt aufnimmt.
    3. Schritt: Ich versuche, mit dem Körper etwas vor dem Lateralschwerpunkt der Motte zu bleiben, so dass ich mit "Armkraft" und Körpereinsatz das Boot daran hindere, zu schnell anzuluven.
    4. Schritt: Nachdem das Boot also, mit dem Luvwing leicht im W sser, langsam Fahrt aufnimmt und das Segel dicht genug genommen ist, kann ich nun auf den Luvwing "aufschwimmen" und mich in die gewünschte Sitz- oder Hockposition bringen und wieder "normal" weiter segeln.
    Der Vorteil ist, das klappt auch bei Wind, soweit ich das Boot noch klassisch aufgerichtet bekomme.
    Und noch was: Die Pinne (naja: der Ausleger) macht ausnahmsweise mit und kommt aufgrund der extremen Luvkrängung eben dahin. So kann ich die Pinne oft schon vom Wasser aus greifen und ein "bisschen" "abfallen" (also "Gegenruder" geben), soweit das nötig ist. Gisela B / 21.5.03
  • V. Weitere Arten des Aufrichtens:
    V.I. Der Bug steck im Wasser
    V.II: Das Heck steckt im Wasser
    (Das ist mir zum Glück so noch nie passiert. Soll aber vorkommen, z.B. in Bederkesa....)
    Hinweis: Beim Durchkentern sollte man sich bewusst machen, dass auch ein Mottenmast länger sein kann, als das Wasser meines vermeintlichen Segelrevieres tief ist. Also taucht man vor dem Aufrichten auf den Grund des Revieres und gräbt mit den Händen das "Masttopp" aus (z.B. in Horsens aus Millionen von Krabben und Seepflanzen oder z.B. auf dem Müggelsee aus metertiefem Schlamm).
    Wer Angst vor dem Durchkentern hat, sollte nur auf Revieren segeln, die eine Wassertiefe von nicht mehr als 1,30 m haben (Steinhuder Meer oder Dümmer oder ...) Gisela B / 21.5.03
  • Problem: Man hat es geschafft, das Boot aufzurichten, ist aber nicht schnell genug reingekommen
    Lösung: Bevor das Boot ganz hochkommt und man bis zum Hals im Wasser schwimmt und mit hochgerecktem Arm das Boot festhält und dabei über Wasserstart oder Über-den-Kopf-weiterkentern-nach-Luv sinniert, kann man die Beine grätschen und den Luvwing loslassen. Das Boot kentert wieder, aber das Schwert ist schon zwischen den Beinen und man wird ganz flott im Sitzen hochgehoben, um einen neuen Aufrichtversuch zu starten. Geht natürlich nur bei Wind, der stark genug bläst, um einen aus dem Wasser zu hebeln. Ausprobiert im Lemmer bei 4 Bf und 90 kg netto. Andreas G / 21.5.03
  • Problem: Was tun nach einer Luvkenterung...
    Lösung: Aufrichten, aber nicht einsteigen, sondern auf dem Schwert bleiben, sich klein machen, das Schwert umarmen, tief Luft holen und sich überraschen lassen. Bevor man realisiert hat, was passiert ist, ist man schon (allerdings mit dem Kopf nach unten) auf der anderen Seite angekommen, kann aufs Schwert krabbeln und mit dem klassischen Aufrichten weitermachen. 
    Vielleicht kann man sich ja bei dieser gewollten Weiter-Kenterung vor dem Durchtauchen ja auch schon am Schwert nach unten baumeln lassen und dann erst richtig festhalten, damit man danach dem Kopf oben hat und vielleicht schon auf dem Schwert sitzt !?!
    Gesehen im Lemmer bei einem RS600 und ausprobiert vor über 25 Jahren mit einem Laser auf dem Rhein, als ich vor einem Schubverband nach Luv gekentert war und es panisch eilig hatte... Andreas G / 21.5.03
  • Eine weitere Idee zum Beschleunigen des Wiederaufrichtens ist eine Kenterleine unter den Flügeln, an der Du Dich beim Stehen auf dem Schwert zurücklehnen und damit einiges mehr an aufrichtendem Moment erzeugen kannst. Benutze eine Leine, die in der Mitte mit einem Gummi gespannt wird, damit sie in normaler Lage nicht im Wasser hängt. Rohan V / 2003
  • Starkwind
    1. Sobald Du gekentert bist, versuche, so schnell wie möglich aufs Schwert zu kommen, um das Boot vor dem Durchkentern zu bewahren. Dies kann bedeuten, daß Du über den Rahmen klettern mußt, um auf der Scheuerleiste (nicht auf die Rumpfseite!) zu landen, oder auf den Mast zu treten oder einfach ums Boot herumschwimmen, um aufs Schwert zu kommen.
    2. Greife zur Aufrichtleine, falls Du eine unterm Flügeln hast; andernfalls grabsche nach Rahmen oder Trampolinbespannung und lehne Dich so weit zurück wie möglich.
    3. Wenn das Boot sich aufrichtet, ziehe den Luvflügel kräftig herunter, um ihn zum Körper zu holen.
    4. Bei der ersten Technik, die vorgeschlagen wird, springst Du über das Rahmenrohr (wenn Du beweglich genug bist) und kletterst schnell ins Boot, um die Schot und Ausleger zu greifen. Hierbei kann helfen, das Boot nach Luv zu krängen, damit es aus dem Wind gedreht wird. Ein Tipp: Knote ein Gummistropp an die Pinne und befestige ihn mitten im Boot, sodaß er die Pinne nach einer Kenterung etwa in der Mitte hält.
    5. Bei der zweiten Technik ziehst Du schwimmend das Rahmenrohr aufs Wasser herunter. Richte Dich so aus, daß Du auf halber Höhe des Rahmens bist. Greife nun nach Schot und Ausleger; das wird Dich teilweise aus dem Wasser ziehen und das Boot wird vorwärts und nach Lee treiben. Ziehe Dich nun an den Fußgurten hinein und das Trampolin wird Dich aus dem Wasser hebeln.
    6. Die dritte Technik ist ziemlich schwierig zu erarbeiten aber kann eine sehr schnelle Art sein, ein Boot, das nach Luv gekentert ist, aufzurichten - gerade in Böen um zehn bis zwanzig Knoten herum. Im allgemeinen wirst Du bereits im Wasser sein mit dem Segel auf Dir. Versuche zu verhindern, daß das Segel unter Wasser gerät und schwimme zum Vorstagbeschlag am Mast. Drücke den Mast nun so stark wie möglich nach oben. Der Wind wird das Boot schnell aufrichten und Du must in dieser Phase sehr schnell sein, um auf den Luvflügel zu kommen und das Boot daran zu hindern, auf die andere Seite zu kentern. In diesem Stadium kannst Du schnell zur Schot greifen und Dich hineinziehen. Der Wind wird Dich mit dem Trampolin aus dem Wasser ziehen und weiter gehts! Rohan V / 2003
Wenden 
  • Mittelwind:
    1. Schaue nach Luv, ob es in Ordnung ist, zu wenden
    2. Bringe Dein Gewicht nach innen weg vom Flügel, damit das Boot etwas nach Lee krängt, um eine Rollwende zu unterstützen.
    3. Drücke den Ausleger so schnell weg, daß das Boot schnell genug dreht, daß Ruderblatt aber keinen Strömungsabriß bekommt und rutsche gleichzeitig in das Boot, während Du die Schot etwas fierst.
    4. Bringe den vorderen Fuß mitten ins Boot hinter den Fußblock der Schot und drehe den Körper über den Fuß dergestalt, daß Dein Hintern zum Baum zeigt (das hält das Gewicht vorne und verhindert, daß der Spiegel absäuft). Auf dem Video wendet Mark über seinem rückseitigen Fuß und dreht seinen Körper um die Schot, während er nach vorne schaut, um anschließend mit einem beherzten Satz auf dem Flügel zu landen. Beide Methoden sind wirkungsvoll. Welche man wählt, ist reine Geschmackssache. 
    5. Versuche so schnell wie möglich auf den Flügel zu kommen ohne das der Leeflügel eintaucht, weil daß das Boot abbremsen und die Wende verlangsamen würde.
    6. Wechsele jetzt Schot und Pinnenausleger. 
    7. Steuere etwas tiefer, um sicherzugehen, daß das Segel richtig getrimmt ist und maximale Kraft hat, um Dich auf dem Flügel zu halten und nicht ins Wasser zu tauchen. Du solltest während dieser Zeit vollständige Kontrolle über die Schot haben: zu dicht, und Du kennterst nach Lee; nicht dicht genug, und Du kippst nach Luv ab.
    8. Wenn Du wieder ausreitest und Geschwindigkeit fährst, kränge das Boot nach Luv und luve an. Rohan V / 2003
  • Starkwind
    Versuche, mit dem Gesicht nach achtern zu wenden (wie oben beschrieben) und übe dies oft bei rauhen Bedingungen. Du mußt lernen, wie man die richtige Welle zum Wenden wählt, und nur Erfahrung bringt Dir das bei. Du mußt entschlossen sein und sobald Du die Wende begonnen hast, mußt Du sie durchziehen und schnellstmöglichst auf den Flügel raus, egal ob Du bis zum Hals im Wasser steckst oder nicht; wenn Du es nicht völlig falsch getimed hast, wird Dich der Wind aus dem Wasser ziehen, wenn Du anschotest. Rohan V / 2003
Halsen 
  • Im Falle eines Falles ist richtig fallen alles. Alte Mottenseglerweisheit. Herkunft unbekannt. Burkhard / 27.3.03
  • Starkwind
    1. Versuche immer zu halsen, wenn es eine Welle hinuntergeht, also wenn das Boot am schnellsten ist halsen.
    2. Leite eine sanfte Drehung ein und nimm soviel Speed wie möglich mit.
    3. Bewege Dich gleichzeitig in die Mitte des Bootes und falle noch etwas ab, damit das Boot absolut vorm Wind segelt. 
    4. kränge das Boot etwas nach Luv,sodas der Luvflügel nah an der Wasseroberfläche ist.
    5. Ergreife die Schot und ziehe sie zu Dir hin, während Du Dich um Deinen bevorzugten Fuß drehst.
    6. Ducke Dich mit der Nase nach vorne unter dem übergehenden Baum.
    7. Steuere das Boot durch die Halsen, damit das Segel auf die andere Seite kommt und balanciere das Boot gleichzeitig aus.
    8. Rutsche schnell auf den neuen Luvflügel mit Großschot und Ausleger in der falschen Hand und gehe auf den gewünschten Kurs.
    9. Erst wenn das Bootaufrecht und mit voller Geschwindigkeit segelt, tausche die Hände. Rohan V / 2003
Anlanden
  • Wenn es zum Ufer zurückgeht, sollte in umgekehrter Reihenfolge verfahren werden, aber es gibt einige zusätzliche Tipps: mit einem Steckruder ist es ratsam, im genügenden Abstand vom Ufer zu bremsen und etwas Ruder und Schwert aufzuholen. Allerdings nicht zuviel, um nicht die Steuerfähigkeit zu sehr einzuschränken. Danach ist es ratsam, sich dem Strand mit einem Flügel im Wasser zu nähern, damit die Geschwindigkeit niedrig bleibt. Spring nach Luv aus dem Boot, wenn das Wasser flach genug ist. Ergreife das Längsrohr des Rahmens und drehe gleichzeitig das Boot in den Wind. Wenn möglich nähert man sich dem Ufer gleich hoch am Wind, damit das in−den−Wind−stellen nicht zur Kraftprobe wird. Mit einem Festruder ziehe einfach ein wenig Schwert vor dem Erreichen des Ufers. Finde dann einen Abstand, in dem Du zur Leeseite kentern kannst, ohne irgendwelche Hindernisse zu treffen. Treibe dann zum Ufer mit dem Leeflügel im Wasser und kentere, wenn das Wasser so flach ist, daß der Leeflügel beim Kentern den Boden berühren würde. Kränge das Boot, indem Du die Schot dicht holst und wenn der Flügel unterwasser ist, springe nach Lee hinaus. Entferne schnell das Ruder, während das Boot auf der Seite liegt und richte es dann auf; löse vorher den Niederholer, weil es sehr schwierig wird, das Boot sonst aufrecht zu halten. Nach dem Aufrichten lege das Ruder ins Boot und nehme das Schwert heraus, wenn das Boot im Wind steht. Schiebe das Boot ins Flache, wobei Du es im Wind hälst. Finde irgendeinen Lasersegler, der bereit ist, Dir beim Bergen zu helfen und erwarte eine Bemerkung wie "Kea, dat wiegt ja nix!" Du kannst dann sowas sagen wie: "Iss etwas 100 kg leichter als Deins" oder "Sind nicht alle gute Boote so leicht?" oder meinen Lieblingspruch: "Wiegt ungefähr ein Drittel meines Körpergewichts". Rohan V / 2003
Bootsbau
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Material
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Anstrich
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Ruder
  • Ruder im Kopfbereich mit ein paar Lagen Folie umwickeln, hochkant (Nase nach oben einspannen, zwei, drei Lagen EP-getränktes Carbongewebe 160 oder 200g drumlegen, härten lassen. Was? Alter Magnumrumpf? Dann reicht auch Glas.
    Achterkante des Laminats abschneiden, Laminat entformen.
    40mm Carbonrohr etwa 850mm lang, an einer Seite schlitzen, sodaß der Rohling durchpaßt. Am Boot anhalten, Winkel der Pinne bestimmen (muß beim Hartruder übers Trampolin). Ankleben.
    Untere Kante des Rohlings auf 6 bis 10mm mit Spachtel, Holz o.ä. aufdicken. An der Nase unten und auf Höhe des oberen Ruderbeschlages am Boot Glasröhrchen 10 oder 12mm Ø (je nach Ruderbolzenstärke) mit etwas Abstand zum Rohling (Spachtel, Holz...) mit Sekundenepoxy ankleben. Der Abstand bestimmt sich durch den Abstand des Ruderbolzens zur Heck-Abreißkante. Das Ruder muß frei drehen können ohne bei Hartruder die Abreißkante zu berühren. Binsenweisheiten.
    Achtern ans Ruder ein dünnen Span (1 - 2mm) antapen, mit einer Lage Folie bekleben, Rohling drüberstülpen. Achterkante Rohling mit zwei Lagen Carbon/Glas zukleben. Vier bis fünf Lagen Carbon-UD waagerecht um den Rohling kleben auf Höhe der Röhrchen und diese umfassend. Pinne ebenfalls mit ein zwei Lagen an den Ruderkopf kleben. Ne Zeichnung wäre einfacher gewesen. Normalerweise durchbohre ich auch die Pinne für den Ruderbolzen. Dann dort verstärken.
    Alles gilt natürlich nur für ein Ruder mit wenigstens oben parallelen Kanten.
    Berth N / 2005
Schwert
  • Ein Schwert bau ich wie folgt: Kern von Berthold besorgen, der ist aus Schaum, CNC gefräst, günstig und bereits mit Mittelsteg versehen (Wichtig!!). Schaumkern spachteln spart Gewicht, weil weniger Harz im Schaum versickert. Laminataufbau aus: Carbon: 3 Lagen 200g UD, 1 Lage 160 LW und Glas: 1 Lage 160g LW und 1 Lage 80g LW; Abreissgewebe. Länge: Schwertlänge + 5 cm, Breite: doppelte Profiltiefe + 5 cm. Das Glas zum Schlichten und Verschleifen. Weniger hält auch, aber ein Schwert muss sehr steif sein.
    Das UD innen auf die erste Kernseite aufbringen, darauf achten dass die Fasern möglichst wellen- und knickfrei liegen, mit den Händen glatt und straff streichen. (Handschuhe!) Gewebe drüber und Abreissgewebe auch. Umklappen, andere Seite auch Die Mitte des gewebes liegt an der Profilnase, dass die besonders glatt sein muss ist klar, oder? Lochfolie drauf, Abstandsvlies drauf und ab damit in den Sack und an die Pumpe. Näheres auf Anfrage bei mir, ist ja klar. Burkhard S / 27.3.03
Foils
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Trampolins
  • Die modernen schmalen Motten sind viel einfacher mit Schaum in den Trampolins zu segeln. Es gibt dabei eine schmale Grenze zwischen zuviel und zuwenig Schaum: Zuviel, und das Boot wird schnell durchkentern; zuwenig Schaum wird kaum Wirkung zeigen. Schaum macht es viel einfacher, das Boot bei Wind zu kontrollieren, vor allem wenn Du beispielsweise beim Start die Geschwindigkeit niedrig halten mußt. 
    Eine andere Idee ist es, zwischen Pinne und Cockpit ein Gummi zu spannen, damit diese sich selbst zentriert. Spanne es nicht zu stark sondern gerade so, daß Du bei etwa fünf Grad Ruderlage etwas Widerstand fühlst. 
    Idealerweise benutzt Du Trampolins, die luftdurchlässig sind, keinesfalls einfaches Segeltuch. Es hängt zwar ein wenig von der Windstärke ab, bei der Du segelst und von Deinem Körpergewicht, ist aber trotzdem keine gute Wahl. Feste Segeltuchtrampolins sind eine Qual bei starkem Wind nach der Kenterung, die jedem mal passiert. Der aus dem Wasser ragende Flügel wird die ein Segel wirken und der im Wasser hängende wie ein Anker. Das kann es sehr schwierig machen, genug Krängung aufzubringen, um das Boot aufzurichten, selbst wenn Du achtzig Kilogramm wiegst. Rohan V / 2003
  • Jetzt aber zum letzten Mal....
    Auftrieb in den Trampolins - Stützrad: Pool noodle - Schaumzylinder 70 x 1600 mm2 = 25 Liter Auftrieb, wiegt 120 Gramm. Kostet etwa 6 Euro in Spielzeugläden oder Rehabedarf.
    Berth N / 18.6.03
Mast
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Baum
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Segel
  • Taschensegel 
    Taschensegel wurden nach einer Abwesenheit von ungefähr fünfundzwanzig Jahren wieder eingeführt. Die Weltmeisterschaften 1994/95 am Macquarie− See in NSW kennzeichnete den Beginn dieser Riggart, als einige australische Spitzensegler dieses Rigg zum ersten Mal nutzten. 
    Der erste Schritt ist die Überprüfung, ob alle Leinen locker genug sind, um den Baum anzuschlagen, wenn das Rigg oben ist. Rolle das Segel so aus daß die Reißverschlüsse auf der Oberseite liegen. Schiebe den Mast in die Tasche; ich bevorzuge es, den Mast von oben auf die Cambers zu setzen, da es dann einfacher ist, sie auf den Mast zu klappen. Du kannst die Chambers nach Belieben und Segeltyp vor oder nach dem Maststellen festsetzen, obgleich es an einem windigen Tag einfacher ist, sich mit den Chambers zu beschäftigen, bevor das Rigg steht und dabei mit wenig Lattenspannung zu arbeiten. 
    Als nächstes überprüfe, ob das Boot im Wind steht, wenn das Rigg oben ist. Lege das Boot auf einen Flügel und platziere das Rigg über dem Maststumpf mit genug Lose, um die Wanten anzubringen. Dann bringe das Vorstag mit viel Lose an. Stelle Dich mit einem Fuß auf das Rahmenrohr. Überprüfe, ob die Stagen nicht verheddert oder mit dem Maststumpf unklar sind und hebe das Rigg in einer zügigen Bewegung an. Sobald Du den Mast in Position auf dem Maststumpf hast, ergreife das Vorstag und ziehe das Rigg nach vorne, um die Lose aus den Wanten zu nehmen. Du solltest jetzt sein in der Lage sein, den Mast loszulassen und das Rigg mit dem Vorstag zu halten. Löse jetzt den Vorstagknoten und ziehe etwas Spannung auf das Rigg. Jetzt sollte das Rigg stehen und Du in der Lage sein, den Rest auch an windigen Tagen zu handhaben. 
    Sobald das Rigg steht, ist der Rest einfach: bringe die Cunningham an und ziehe ein wenig Spannung ins Vorliek. Befestige danach Baum und Unterliekstrecker. Ein letzter Punkt: bei der Lattenspannung ist es verführerisch, zu viel des Guten zu tun. Hüte Dich besonders bei Leichtwind davor, weil Du in Wenden Probleme beim Übergehen der Latten bekommen wirst. 
    Ich finde, daß diese Technik gut funktioniert und die Gefahr des Fallenlassens des Riggs aufs Vordeck oder anderwohin herabsetzt. Andere Techniken, wie das Rigg aufsetzen und dann erst die Wanten zu befestigen, geht auch, aber Du benötigst einen Freund, der hilft und an windigen Tagen können sogar zwei zuwenig sein.
    Rohan V / 2003
  • Liektausegel 
    Liektausegel haben einige Vorteile gegenüber Taschensegeln: sie sind einfacher zu handhaben und zu riggen und wenn sie richtig eingestellt sind, können sie mehr Energie erzeugen und vielleicht mehr Geschwindigkeit bei leichtem Wind. Ihr Nachteil ist, daß sie im Vergleich zum Taschensegel beim Auffrischen im Allgemeinen mit steiferen Latten früher abgeflacht werden müssen, um das Achterliek geschlossener und kontrollierbarer zu halten. 
    Zuerst sollte die Mastschiene glatt und frei von scharfen Kanten und das Innere der Schiene poliert sein, damit das Segel möglichst leicht eingezogen werden kann. Die Latten sollten gerade soweit gespannt werden, daß die vertikalen Falten in den Lattentaschen herausgezogen werden; anderenfalls wirst Du Probleme beim Übergehen der Latten in der Wende bekommen. Außerdem kann zuviel Spannung zu Schäden an den Lattentaschen vorne und hinten führen. Das Aufriggen ist einfach: Wanten befestigen, Mast auf den Maststumpf heben und Vorstag anbinden. Befestige den Baum, Lege das Boot auf die Seite und ziehe das Segel in die Mastnut ein; befestige die Cunningham und ziehe Spannung ins Vorliek. Dies vereinfacht das Anschlagen des Segels am Baum, wenn Du den Niederholer permanent am Baum beläßt. Dann trimme das Segel auf die Windverhältnisse. Rohan V / 2003
Transport
Entsorgung
  • Ich habe eine Racy, Totgewicht Rumpf etwa 60 kg komplett mit dem Elektrofuchsschwanz zerlegt, in den Kofferraum gepackt und auf dem Recyclinghof entsorgt. Hat nichtmal was gekostet. Sah witzig aus auf dem Container. :-)) Burkhard S / 27.3.03

  • Das ist doch kein Problem - versucht's doch mal mit dem Sperrmüll, aber bitte vorher kleinsägen, da die Müllfahrzeuge keine 11 Fuß Maulbreite haben ... Andreas G / 24.3.03